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SICHTBARKEIT

Wie kann ich die Angst vor Sichtbarkeit überwinden?

Warum es sich so bedrohlich anfühlen kann, dich zu zeigen, was Scham damit zu tun hat und warum es nie nur die eine Lösung gibt.

VON FRANZISKA · STIMMTHERAPEUTIN UND GRÜNDERIN VON VOICE ALCHEMY
Franziska mit der Hand auf dem Herzen
Franziska, Voice Alchemy
KENNST DU DIESE FRAGEN?
  • Wie überwinde ich die Angst, mich vor der Kamera zu zeigen?
  • Was tun bei Angst vor Ablehnung und Kritik?
  • Warum fällt es mir schwer, mich sichtbar zu machen?
  • Warum habe ich Angst, was andere über mich denken, wenn ich poste?
  • Wie löse ich meine Sichtbarkeitsblockade?
  • Welche Glaubenssätze blockieren meine Sichtbarkeit?

Diese Fragen höre ich immer wieder von Frauen, die zu mir kommen. Und hinter all diesen Fragen steckt fast immer dieselbe tiefe Angst: die Angst, wirklich sichtbar zu werden.

Um zu verstehen, woher diese Angst kommt, lohnt sich ein Blick auf die Verbindung zwischen Sichtbarkeit und Scham.

Was wir früh gelernt haben, um geliebt zu werden

Wir alle haben schon als Kinder gelernt, was wir tun müssen, um gesehen und geliebt zu werden. Diese Anpassungen von damals tragen wir oft bis ins Heute hinein.

Wenn ich zum Beispiel gelernt habe: „Ich muss immer brav sein, um geliebt zu werden“, dann fühlt sich Sichtbarkeit wie ein Widerspruch an. Denn Sichtbarkeit braucht mehr von dir.

Sichtbarkeit bedeutet Wachstum

Oft bedeutet Sichtbarkeit, noch einmal über dich hinauszuwachsen. Wenn du mit deinem Business sichtbar werden möchtest, zeigst du nicht nur deine Expertise, sondern auch deine Leadership. Du sagst: „Ja, ich bin die Frau, die die richtige ist für deine Fragen. Und meine Arbeit ist richtig gut.“

Die meisten von uns sind mit Sätzen aufgewachsen wie „Selbstlob stinkt bis zum Himmel“. Deshalb geht es zuerst darum, dir das zu erlauben: deinen eigenen Wert zu sehen und dich dann in ihn hineinzuentspannen.

Sichtbarkeit beginnt mit der Erlaubnis, deinen eigenen Wert zu sehen.

Warum Scham hochkommt, wenn du dich zeigst

Wenn es um Sichtbarkeit geht, kommt oft Scham hoch. Scham ist im Grunde ein Schutzmechanismus, und zwar ein sehr alter. Früher haben wir in Gruppen gelebt. Den eigenen Tribe zu verlassen, konnte lebensgefährlich werden.

Unser Nervensystem unterscheidet nicht, ob wir aus der Gruppe verstoßen werden oder ob jemand in unserem Umfeld unseren Post nicht so toll findet. Also schaltet sich die Scham als Schutzfunktion ein und sagt: „Stopp, vorsichtig, das könnte gefährlich für dich werden.“

Das ist eine völlig normale Reaktion. Nur sieht sie bei jeder anders aus. Es kommt darauf an,

  • wie du in deiner Kindheit gelebt hast
  • was du vielleicht erlebt hast
  • wie sicher du dich strategisch in deinem Business fühlst
  • wie sicher du dich in deiner Message fühlst
  • wie sehr du hinter dem stehst, was du anbietest
  • wie sehr es wirklich aus deinem Inneren kommt

Warum es nie nur die eine Lösung gibt

Deshalb würde ich nie nur das eine oder das andere empfehlen. Wir schauen auf alles zusammen.

Wenn ich ein Produkt verkaufe, das für Menschen noch nicht wirklich viel Wert erzeugt, kann es sein, dass ich mich schäme, damit rauszugehen. Dann arbeiten wir strategisch daran, das Angebot zu verbessern.

Wenn du als Kind vieles erlebt hast, etwa Mobbing oder sehr starke Anpassung, dann darfst du das vielleicht erst einmal bearbeiten, um danach deine wunderbaren Angebote in die Welt zu bringen.

Die Falle: sich hinter der Expertise verstecken

Was viele stattdessen tun: Sie verstecken sich hinter ihrer Expertise. Sie häufen immer mehr Wissen an, und all das staut sich auf. Irgendwann werden sie mit dieser Expertise sichtbar, aber nicht mit dem, was sie wirklich ausmacht.

Echte Sichtbarkeit entsteht dort, wo du dich mit deiner Persönlichkeit, deiner Haltung und deiner Stimme zeigst. Und nicht nur mit deinem Wissen.

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